Unsere Erfahrungen

Oft lernt man am meisten durch das Sammeln von Erfahrungen. Deshalb wollen wir auf der Webseite unsere Erfahrungen weitergeben. Den Interessierten positive Eindrücke und Dinge, die uns durch das Fahren aufgefallen sind, von welchen wir alleine in der Theorie nicht viel gewusst haben, mitteilen.

Da Nordic Skating ein nicht wirklich bekannter Sport ist, war es schwer, bereits vorhandene Routen zu finden. Unsere Arbeit befasst sich mit dem Planen und Testen der Routen. Dies wollen wir für Interessierte aufarbeiten, wir möchten ein paar Informationen, die wir bei unserem Projekt gelernt haben, weitergeben. Eine eigene, dazu noch gute Route ist nicht einfach so erstellt. Viele Aspekte sind zu bedenken.

Zuallererst sollte man wissen, für welchen Typ Fahrer man eine Route erstellen will. Soll die Tour steil und kurz sein, oder doch lieber lang und flach? Mit Nordic Skates bezwingt man holprigere Wege als mit Inline Skates, aber Nordic Skates haben auch ihre Grenzen. Deshalb sollte der Weg einen passenden Untergrund verfügen. Wichtig ist zudem die Frage, wie man zur Route kommt. Sobald wir eine vage Vorstellung unserer Route hatten, gingen wir ins Internet und suchten nach Wegen (meist Velowege), welche diesen Anforderungen entsprachen. Als wir eine Route fanden, haben wir sie immer noch mit Google Earth überprüft. Bereits dort fand man Hindernisse wie zum Beispiel grasbewachsene Strassen. Zudem sollte man die Breite des Weges überprüfen. Schmale Wege sind durchaus möglich zu fahren, beispielsweise mit dem Doppelstockschub. Schmale Streckenabschnitte sollten allerdings nicht die ganze Route ausmachen, da breite Wege schlussendlich angenehmer zum Fahren sind. Da wir immer mit dem Auto zum Startpunkt fuhren, musste eben dieser Startpunkt ein Parkplatz sein. Die Route wird so mehrere Male angepasst, bis sie fahrbereit ist. Wir können aus Erfahrung reden, dass man diese Schritte durchführen sollte und den Weg besser doppelt virtuell abläuft. Obwohl dies zeitaufwändig ist, hat man schlussendlich Sicherheit, wenn man zum Abfahren übergeht. Wir haben bei einer Route die Überprüfung über Google Earth nicht gemacht und wurden deshalb stark enttäuscht. Nachdem wir die Nordic Skates montiert hatten, war bereits nach 700 Metern Schluss. Der Weg war viel zu schmal, um darauf zu fahren.

Wetter

Niemand möchte draussen im Regen Sport machen. Wir fuhren einmal bei Regen, dies sah dann so aus:

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Doch, auch wenn die Sonne scheint, musss nicht immer alles in Ordnung sein. Vor allem beim Nordic Cross Skating fährt man unter anderem auf Kieswegen, bei welchen der Zeitpunkt des letzten Regenschauers von Bedeutung ist. Das Abstossen vom Boden wird wegen der durchnässten Kieswege erschwert. Durch starken Wind kann es vor allem im Herbst dazukommen, dass es viel Laub auf dem Boden hat. Ist das Laub zusätzlich feucht kann es schnell rutschig werden. Da man beim Rollskifahren hauptsächlich auf Teerstrassen, welche schnell trocknen, fährt, spielt die Nässe nicht eine so grosse Rolle. Bevor man eine Route abfährt, sollte man also immer kurz einen Blick auf das anstehende Wetter werfen.

Welche Techniken benutzten wir?
Grundsätzlich haben wir meist die Armschwungtechnik benützt. Unserer Meinung nach ist sie die Technik mit geringstem Kraftaufwand. Teilweise verliefen die Routen allerdings bergauf oder waren ziemlich schmal. In solchen Fällen wichen wir meist auf den Doppelstockschub aus, da dies die Möglichkeit des Ausrutschens beim Abdruck verhindert. Fuhren wir über Teerstrassen war auch die Führarmtechnik angenehm. Bei glatten oder nassen Teerbelägen rutschten uns teilweise die Stöcke weg, wenn diese nicht korrekt angesetzt wurden. Deshalb kam dort der Schlittschuhschritt ohne Stockeinsatz zum Zug.

Bremsen

Wir beide bestellten uns Nordic Skates mit einer montierten Bremse. Diese vereinfacht das Fahren in fallendem Gelände sehr. Zur Erklärung: gebremst wird durch das Rückschieben des Knies, wobei ein Bremsblock auf das Hinterrad gepresst wird. Logischerweise verlängert sich der Bremsweg bei Nässe, man sollte bei Regen aufpassen. Die fertig angebrachte Bremse beim Skate von Adrian machte ihren Job sehr gut.

Je nach Bremssystem, kann es auch sein, dass die Bremse hinten in das Bein drückt. Dies war bei mir (Jan) der Fall. Also nahm ich die Bremse weg und bremste mit verschiedenen Möglichkeiten. Falls eine vorhanden ist, kann man bei abfallender Strasse in anliegende Wiese fahren. Eine andere Bremsoption ist wie beim Skifahren die Pflugposition. Die Skates zeigen so ein umgekehrtes V beim Fahren. Hier gilt jedoch zu beachten, dass man die Skates abwechselnd wieder neu aufsetzt, sonst fährt man mit seinem linken Skate in den Rechten oder umgekehrt.

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Adrians Skate mit angebrachter Bremse

Fahrgeschwindigkeit

Die Fahrgeschwindigkeit hängt von mehreren Faktoren ab. Beispielsweise von der Steigung oder auch dem Untergrund. Auf Kies ist man deutlich langsamer als auf einem geteerten Weg.
Auch haben wir herausgefunden, dass die Länge der Skates eine entscheidende Rolle spielt. Je länger der Skate ist, umso schneller fährt er. Ab einer gewissen Länge wird diese Aussage logischerweise nicht mehr stimmen, aber bei unseren beiden Modellen hat man bemerkt, dass der Längere doch schneller beim Fahren war. Zudem spielt der optimale Druck in den Reifen für die Geschwindigkeit eine grosse Rolle. Auf Empfehlung des Herstellers hin sollte man die Reifen auf fünf Bar pumpen. Wir mussten die Reifen mehrere Male pumpen und fanden es von Vorteil, lieber zu viel Luft reinzulassen, wobei wir diesen Tipp aus dem Internet hatten. Die Skates rollten danach schneller.

Beispiel der Bremstechnik, bei nicht angebrachter Bremse

Vergleich unserer beiden Nordic Skates

Wir kauften uns zwei nicht ganz identische Skates. Die Skates von Jan besitzen eine Bindung wie beim Langlaufen. Bei den Skates von Adrian steigt man mit normalen Schuhen auf den Skates, wobei drei Verschlüsse zu gutem Halt führen. Diese Verschlüsse waren nicht sonderlich angenehm. Wollte man einen festen Halt auf den Skates haben, drückt es. Die Skates von Jan hingegen hatten einen Nachteil, sie hatten im Vergleich keine eingebaute Bremse. Jan bestellte eine zusätzliche Bremse, welche aber nicht sehr positiv ausfiel. Die Skates von Jan sind ein bisschen länger, dies eignet sich gut, um schnell zu fahren. Durch die etwas kürzeren Skates hatte Adrian hingegen Vorteile bei holprigen Kieswegen und Steigungen. Will man einen komfortablen Schuh sollte man sich also einen Skate mit Langlaufbindung kaufen. Will man hingegen ein bisschen auf holprigen Wegen fahren, empfehlen wir kurze Skates.

Mithilfe von Bildern möchten wir nun die Unterschiede zwischen den zwei Skates zeigen. Gleich im Anschluss kommt unsere Ausrüstung. Zur Ausrüstung fehlen nur noch die Stöcke.

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Adrians Skate

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Jans Skate

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Unsere Skates im Vergleich

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Unsere Stöcke im Vergleich